Kategorien
Geschichten

Juist 2015

Wir erreichten die Fähre in Norddeich eigentlich pünktlich, wäre da nicht der kleine Krieg zwischen sogenannten freien Parkern und der Reederei Frisia, die die meisten Parkflächen verwalten. Noch 2013 boten zuverlässig arbeitende Norddeicher den Service, die Urlauberautos zu parken und am Tag der Rückreise wieder am Anleger der Fähre von Juist in Norddeich zuparken. Damit sparten wir uns das Parken unseres Autos, das nicht nur zeitaufwändig ist, sondern auch einen gehörigen Fussmarsch vom Parkplatz zurück zum Anleger bedeutete. Diesen Service gab es 2015 nicht mehr. Ein hämischer Angestellter auf dem am Anleger vorhandenen Kurzzeitparkplatz, auf dem man nur zum Be- und Entladen halten darf, wollte mich gar aufziehen, als ich nach dem besagten Parkservice fragte. So begann unser Urlaub Juist 2015.

Wir erreichten die Fähre in Norddeich eigentlich pünktlich, wäre da nicht der kleine Krieg zwischen sogenannten freien Parkern und der Reederei Frisia, die die meisten Parkflächen verwalten. Noch 2013 boten zuverlässig arbeitende Norddeicher den Service, die Urlauberautos zu parken und am Tag der Rückreise wieder am Anleger der Fähre von Juist in Norddeich zuparken. Damit sparten wir uns das Parken unseres Autos, das nicht nur zeitaufwändig ist, sondern auch einen gehörigen Fussmarsch vom Parkplatz zurück zum Anleger bedeutete. Diesen Service gab es 2015 nicht mehr. Ein hämischer Angestellter auf dem am Anleger vorhandenen Kurzzeitparkplatz, auf dem man nur zum Be- und Entladen halten darf, wollte mich gar aufziehen, als ich nach dem besagten Parkservice fragte. So begann unser Urlaub Juist 2015.

Auf dem Fährschiff war der Ärger dann aber schnell vergessen. Auch mussten wir uns mehr auf einen sicheren Halt an Bord konzentrieren, denn der starke Wind der vergangenen Tage hatte die Nordsee ganz schön aufgewühlt. Umso dramatischer das aufspritzende Wasser, wenn der Bug des Schiffes in eine hohe Welle eintauchte. Im Juister Hafen musste das Schiff noch gut fünfzehn Minuten warten auf ein Vorschiff, das den einzigen Anleger blockierte. Gegen 18.30 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft. Ich versuchte noch schnell zum Kaufmann nebenan zu fahren, um ein paar Lebensmittel für den Abend einzukaufen. Doch ich war um 19.03 Uhr vorm Laden, der pünktlich um 19 Uhr dicht gemacht hatte. Naja – Juist 2015 eben. Das war Tag 1.

Am Sonntagmorgen hatte der Kaufmann aber wieder um 8 Uhr geöffnet, sodass ich in der Frühe unsere Sonntagsbrötchen und ein paar andere Dinge kaufen konnte. Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es ans Kofferauspacken. Und gleich danach machten wir unseren ersten Rundgang von der Friesenstraße in die Strandstraße und hoch zur Promenade. Hmm, diese Luft, dieser Blick, diese Weite. Schade, denn zum Strand hinunter konnte ich schon lange nicht mehr. Seitdem ich es mit dem Laufen so schwer habe, bediene ich mich gerne meines kleinen Elektroscooters. Und der fährt sich im lockeren Sand schnell fest. Zum Glück sind die Wege zum Strand runter mit zum Teil mit Bretterplatten befestigt. Darauf kann ich dann wenigstens ein kleines Stück an den Strand heran fahren.

Am Montag sind wir dann ins Teehuus und haben uns einen Pfannkuchen gegönnt. Naja, eigentlich hat Adrian einen gegessen und ich wollte mir was leckeres gönnen: Tiefseegarnelen in der Pfanne mit Brot. Doch als die Pfanne kam, musste ich die drei ganzen Garnelen, jede so ca. 3 cm lang, in der kleinen Pfanne erstmal suchen. Die schwammen in Knoblauchöl. Mit einem Glas Wein und einem Alster waren wir 35 Euro los. Isch ja Urlaub, wie wir in Bremerhaven sagen.

Am Dienstagabend kam Adrian mit der waghalsigen Idee zu mir, ich könnte mit dem Scooter bis an den Strand und mit ihm zusammen den Sonnenuntergang fotografieren. Ich folgte ihm ängstlich. Doch der Regen der vergangenen Nächte hatte den Sand so fest gemacht, das ich mit dem Elektroscooter problemlos darauf fahren konnte. Und tatsächlich schnurrte das Fahrzeug ohne zu murren bis ans Wasser, wo die Wellen mich freudig empfingen.

So, das war der erste Teil, den zweiten in einigen Tage. Zum Abschluss noch ein paar Fotos von meinem Ausflug an den Strand.